← Zurück zum RegisterGrundwortschatz Wienerisch
dieDian
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„Dirne“ (vom mittelhochdeutschen „diern“=„Jungfrau“)
- 2
(allg., neutral)„junges Mädchen“, „Fräulein“, „Mägdelein“
- 3
(abwertend)Freudenmädchen, Laufmädchen, Strichmädchen, Hure, Pferderl, Drescherl, Schickserl, Sittich
„Schbaunnanlaunga Hansl, nuudldicke Dian!“
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- Schbaunnanlaunga Hansl, nuudldicke Dian!Spannenlanger Hansl, nudeldicke Dirn!
- Scho in da Bibl schdeed: ‚Du soist ka Dian zua Frau neema!‘Schon in der Bibel steht: ‚Du sollst keine Dirne zur Frau nehmen‘!
- De Dian hod in Müüchkruag auf der Hüftn troong, bloosshapad iwan taufeichdn Hof!Die Dirne hat den Milchkrug auf der Hüfte getragen, barfuß über den taufeuchten Hof!
- De Dian hods Hoa gflochdn troong - so wias bei de Jungfraun Sitte woa!Die Dirne hat das Haar geflochten getragen - so wie es bei den Jungfrauen Sitte war!
- De Dian woa fiad Kuchl zuaschdändig und hod fia olle im Heanhaus des Essn kochd!Die Dirne war für die Küche zuständig und hat für alle im Herrenhaus das Essen gekocht!
- In da klaan Gossn schdengan de Dianan wia aufgfaadld unta da Latean - de Lippn rood, da Blick vafiararisch!In der kleinen Gasse stehen die Dirnen wie aufgefädelt unter der Laterne - die Lippen rot, der Blick verführerisch!