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derSaundhoos

Aussprache folgt

Grundwortschatz Wienerisch
  1. 1

    (wörtlich)„Sandhase“ (Determinativkompositum aus „Sand“=„Straßensand“ und „Hase“=„Streuner“)

  2. 2

    (mil.)„Sandhase“ (Soldat, der zu Fuß marschiert [kein Pferd, kein Fahrzeug], der im Sand, Staub und Dreck unterwegs ist, der nah am Boden kämpft und lebt - „Sand“ steht für Boden, Staub, Erdverbundenheit, und „Hase“ steht für ein kleines, flüchtiges, verletzliches Tier), „Infanterist“ (einfacher, austauschbarer Fußsoldat, der „im Sand herumkriecht“), „Fußsoldat“, Sandfloh

  3. 3

    (fig.)„Sandler“ (Mensch, der auf Sandböden an Flussufern oder an Straßenrändern schlief, keinen festen Wohnsitz hatte und oft als Tagelöhner, Bettler oder Wanderarbeiter lebte. „Sand“ steht hier für „Boden/Erde“, „Schlafplatz im Freien“, „Besitzlosigkeit“ und „Hase“ für „flüchtiges, verletzliches Tier“), „Obdachloser“, „Mittelloser“, Abgebrannter

  4. 4

    (in Bezug auf das männliche Geschlecht)„Sandhase“ (jemand der „im Sande lebt“, sozial ganz unten ist und dem geistig kaum etwas zuzutrauen ist), „Narr“, „Dümmling“, „Schwachkopf“, „Idiot“, → Dillo

  5. 5

    (in Bezug auf das weibliche Geschlecht)„Sandhase“ (eine Frau, die nicht bleibt, sondern - wie ein Karnickel - von einem zum nächsten hüpft), „untreue Tussi“ (Frau, die ihre Sexualpartner ständig wechselt), „notorische Fremdgeherin“, Schlampe, Luder, Flittchen, Schledern, Hatschen,Zuschel, Sumpfzechen

  6. 6

    (Kegelsport)„Sandhase“ (Fehlwurf, bei dem die Kugel seitlich ausbricht und nicht sauber auf der Bahn bleibt – wie ein Hase, der im Sand plötzlich wegspringt), „Banden- oder Fehlwurf beim Kegeln“, „Misswurf“, „Randwurf“, „Nuller“

„A Saundhoos is a Fuasssoidot, dea im Dreck liigd, darwäu aundare aum Ross eireidn!“

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