← Zurück zum RegisterGrundwortschatz Wienerisch
schdanzn
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„stanzen“ (vom mittelhochdeutschen „stanzen“ = „eindrücken“ [eigentlich: „etwas - wie die Stanzmaschine - aus einem Ganzen entfernen“])
- 2
(allg.)„ausstanzen“ („ein Loch oder eine Form in ein Material schneiden bzw. drücken“), ausstechen, lochen, schneiden
- 3
(fig.)„jemanden grob abservieren“, wegjagen, fortscheuchen, stampern
- 4
(fig.)jemanden kündigen, entlassen, rauswerfen, feuern
- 5
jemandem etwas streichen, aberkennen, kürzen
- 6
(Gaunersprache)jemandem etwas stehlen, klauen, entwenden, „etwas mitgehen lassen“
„Weinochtskeks schdanzd ma ausn Taag, bevuas aufs Bockblech waundan!“
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- I hob eam glei bei da Tia gschdanzd, no bevuara ‚Seavas‘ hod soong kenna!Ich hab ihn gleich bei der Tür gestanzt, noch bevor er ‚Servus‘ hat sagen können!
- Mia schdanzn nix, wos boizngsichad is - nua des, wos noch ‚Bitte mitneema‘ schreit!Wir stanzen nichts, was bolzengesichert ist – nur das, was nach „Bitte mitnehmen“ schreit!
- Weinochtskeks schdanzd ma ausn Taag, bevuas aufs Bockblech waundan!Weihnachtskekse stanzt man aus dem Teig, bevor sie auf das Backblech wandern!
- Weng so an Leachalschaas host eam glei gschdanzd?Wegen so einem Lercherlschas hast du ihn gleich gestanzt?
- Den haums gschdanzd!Den haben sie gestanzt!
- Mia haums de Nummantofän gschdanzd!Mir haben sie die Nummerntafeln gestanzt!