einaan
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„einnähen“ (vom mittelhochdeutschen „īn næjen“=„einnähen“)
- 2
(allg.)„etwas miteinander vernähen“, „zu einem Stück zusammennähen“, „Hemd und Unterhose zu einem Einteiler zusammennähen“ (Zur Erklärung: Um die Kinder im Winter besser vor Kälte zu schützen, nähte man ihnen früher Hemd und Unterhose kurzerhand zu einem wärmenden Einteiler zusammen. Die Notdurft verrichteten sie durch die im Schritt offen gelassene Unterhose – eine einfache, aber funktionale Lösung)
- 3
(Gaunerjargon)„jemanden einnähen“, in den Häfen sperren, hinter Gitter bringen, einbuchten, einlochen, festnehmen, einsperren, müllisieren
- 4
(reflexiv, in Bezug auf Dinge)„sich etwas einnähen“, „etwas an sich bringen“, „sich etwas unter den Nagel reißen“, „mitgehen lassen“, „in die eigene Tasche wandern lassen“, „einsacken“, klauen, entwenden, schnipfn, → flaadan, flauchn
„Damit nix rutscht und den Gschroppen im Winta ned koid is, hod ma eana friara de Untagattn glei ins Hemad eignaad!“
Weiterlesen
- die FlaadanFladern
- Damit nix rutscht und den Gschroppen im Winta ned koid is, hod ma eana friara de Untagattn glei ins Hemad eignaad!Damit nichts rutscht und den Gschroppen im Winter nicht kalt ist, hat man ihnen früher die Untergatten gleich ins Hemd eingenäht!
- Dea hod se des gaunze Eabe allaa eignaad!Der hat sich das ganze Erbe allein eingenäht!
- Unsan Paunzaknacka hod de Kiiwarei gestan eignaad - direkt von da Kistn weg!Unseren Panzerknacker hat die Kiberei gestern eingenäht - direkt vom Tresor weg!
- Den Fredl hod de Hää eignaad!Den Fredl hat die Höh eingenäht
- das SchdampalStamperl