dasSchdaabal
Aussprache folgt
- 1
(wörtlich)„Stäbchen“ (Verkleinerungsform von „Stab“, vom mittelhochdeutschen „stap“=„Stab“)
- 2
(allg.)Zeigestab, Brennstab, Dirigentenstab, etc.
- 3
(hist.)Rohrstock, Zuchtstab, Stecken
- 4
(Theater/Kulturgeschichte)„Staberl“ [komische Possenfigur des Wiener Volkstheaters (19. Jh.), Inbegriff des engstirnigen, selbstzufriedenen kleinbürgerlichen Spießbürgers; benannt nach der gleichnamigen Figur in ‚Die Bürger von Wien von Adolf Bäuerle (1813)‘. Der Name „Staberl“ spielt ironisch auf Autorität, Zucht und Ordnung an („Staberl“=„Rohrstock“), was den Gegensatz zwischen Anspruch und tatsächlicher Lächerlichkeit der Figur noch verstärkt], Spießbürger, Kleinbürger, Spießer, Biedermann
- 5
(hist., Zeitungswesen)„Staberl“ [Pseudonym des Krone-Kolumnisten Richard Nimmerrichter (1920 Wien; † 2022 Wien), österreichischer Journalist und Kolumnist; schrieb 36 Jahre lang unter dem Pseudonym ‚Staberl‘ für die Kronen Zeitung; seine Kolumnen waren stark umstritten und wurden u. a. als rassistisch, hetzerisch und antisemitisch kritisiert; vielfach wegen Medienrechtsverstößen verurteilt]
„Da Winza schwingd sei Hau wiara Dirigent sei Schdaabal!“
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- Da Winza schwingd sei Hau wiara Dirigent sei Schdaabal!Der Winzer schwingt seine Hau wie ein Dirigent sein Staberl!
- Waunn da Schdaabal seine Kolumnen gschriebm hod, woa kloa: Jetzd wiad wiida gsuudad, ghetzd und uandlich austäud!Wenn der Staberl seine Kolumnen geschrieben hat, war klar: Jetzt wird g’sudert, gehetzt und ordentlich ausgeteilt!
- Dea Typ is da Inbegriff vom Schdaabal - grooss reedn, klaa denkn!Der Typ ist der Inbegriff vom Staberl – groß reden, klein denken!
- Wea fria frech woa in da Schui, hods Schdaabal z'schbian kriagd!Wer früher frech war in der Schule, hat das Staberl zu spüren gekriegt!
- RinglschbüülaRingelspieler
- die NaamaschinNähmaschin